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  Vorhofarrhythmie


Beschreibung
  Von den Herzvorhöfen ausgehende Rhythmusstörung des Herzen. Die Rhythmusstörungen können auf die Vorhöfe begrenzt sein oder auf die Herzkammern weitergeleitet werden. Man unterscheidet schnelle und langsame Rhythmusstörung, wobei die schnellen Störungen häufiger sind. Bei einer Schlagfrequenz des Vorhofes von über 100 Schlägen pro Minute spricht man von einer Vorhoftachykardie, bei über 230 von Vorhofflattern und ab 350 Schläge pro Minute von Vorhofflimmern.

Ursachen
  Gelegentlich ohne erkennbare Ursache bei Gesunden, durch Vergiftung mit Digitalis (Herzmedikament aus dem Gift des Fingerhutes) und Herzerkrankungen (z.B. Herzinfarkt).

Symptome
  Ohne Überleitung der Rhythmusstörung au die Herzkammern bestehen oft keine Symptome. Eventuell verspürt der Betroffene Herzrasen. Gelegentlich kommt es zu Ohnmachtsanfällen. Wichtigstes Problem bei Vorhofarrhythmien sind Blutgerinnsel, die sich durch den veränderten Blutstrom in den Vorhöfen bilden können. Diese Blutgerinnsel können mit dem Blutstrom fortgetragen werden und zu Verschlüssen von Blutgefäßen in anderen Organen führen (z.B. zum Gehirn mit der Folge eines Schlaganfalles).

Diagnostik
  Ableiten der Herzstromkurve (EKG) in Ruhe und über 24 Stunden, eventuell auch unter Belastung. Eventuell Spezialuntersuchungen des Herzens wie Ultraschall.

Therapie
  Versuch der Rhythmisierung der Vorhöfe durch Medikamente oder Elektroschock (Kardioversion). Bei Erfolglosigkeit Blutverdünnung zur Verhinderung der Gerinnselbildung.