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  • April 2011

Warum altern wir? – Den Jungbrunnen gibt es nicht

  
Entwicklung, Fortpflanzung und Alter sind die wesentlichen Lebensphasen. Alter – das ist kein plötzliches Ereignis, sondern ein allmählicher biologischer Vorgang. Er beginnt mit der Geburt und schreitet dann unaufhaltsam fort und endet mit dem Tod. 

 
Altern ist sozusagen ein „biologisches Schicksal“. Zuerst nimmt nach der Geburt die allgemeine Leistungsfähigkeit zu. Nach Ablauf der Jugend dann sinkt sie kontinuierlich wieder ab. Im Wesentlichen besteht das Leben aus drei Phasen: Entwicklung, Fortpflanzung und Alter. Alterungsprozesse betreffen jedes biologische Lebewesen. Sie sind vorherbestimmt und können nicht verhindert oder rückgängig gemacht  werden.

 
Umweltfaktoren, veränderte Zellfunktion und automatischer Zelltod sind Bestandteile von „Alterungstheorien“. Die Gründe für das Altern sind immer häufiger Gegenstand der Wissenschaft. Dennoch sind sie noch lange nicht endgültig erforscht.

 
Es gibt aber einige interessante Erkenntnisse bzw. Theorien, die erste Einblicke in den Alterungsvorgang ermöglichen: 

  

  • Eine Theorie geht davon aus, dass die Summe der während des Lebens auf den Körper einwirkenden äußeren Einflüsse zu Verschleiß- und Vergiftungserscheinungen führt.
  • Weiterhin wird angenommen, dass die einzelnen Zell- und Gewebebestandteile im Laufe der Zeit an Funktionsfähigkeit einbüßen und es deshalb zur verringerten Belastbarkeit einzelner Gewebe und zu Beeinträchtigungen der Zellfunktion kommt. Noch ist offen, ob die beobachteten Veränderungen der DNA, welche die gesamte Erbinformation eines Menschen enthält, Ursache oder Folge des Alterns sind.
  • Einige Annahmen gehen davon aus, dass Altern und letztendlich der Tod im „genetischen Programm“ jeder Zelle bereits fest verankert sind und daher in festgelegter Weise ablaufen. 

  

Gewebe, Organe und Organsysteme verändern sich. Aufgrund der altersbedingten Veränderungen, welche sich in jeder einzelnen Zelle des Körpers in mehr oder minder starker Ausprägung abspielen, verändern sich nach und nach die Eigenschaften, Funktionen und die Funktionsfähigkeiten einzelner Gewebe, Organe und Organsysteme. Das hat Auswirkungen auf den gesamten Menschen. Einige wesentliche Bereiche, die dies betrifft, sind beispielsweise:

   

  • Sinnesorgane: Augenlinse, Innenohr, Durstgefühl
  • Nieren: Ausscheidungs- und Entgiftungsfunktion
  • Elastizität des Bindegewebes
  • Hormonhaushalt: Wechseljahre
  • Nervenfunktion: Reaktionszeit, Verarbeitung neuer Informationen, Gedächtnis
  • Immunsystem und Fähigkeit der Abwehr von Infektionen 

 

Altern wirkt auf Körper und Geist individuell

 
Beeinflussen, ja – Aufhalten nein. Aufgrund dieser vielfältigen Veränderungen kommt es schließlich zu einer verringerten Anpassungsfähigkeit an äußere Einflüsse. Diese äußeren Einflüsse wirken sowohl auf den Körper als auch auf den Geist. Das äußert sich z. B. in einer erhöhten Infektionsanfälligkeit älterer Menschen und in einer nachlassenden Gedächtnisleistung. 
 

Jedoch sind diese Veränderungen individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Das ist zum einen auf angeborene „Veranlagung“, zum anderen auf beeinflussbare äußere Faktoren – wie Ernährung, körperliche Fitness, geistig fordernde Aktivitäten, individuelle Gesundheitsvorsorge – zurückzuführen.
 

Quelle: Medizininfo

 

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