Arteriosklerose – gefährlicher Engpass in den Adern
Wie ich meine Blutgefäße jung und gesund erhalten kann
Die Adern „verkalken“, heißt es umgangssprachlich. Gemeint ist die Arteriosklerose, eine chronische Erkrankung der Schlagadern (Arterien). Sie kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Durchblutungsstörungen führen.
Die Arteriosklerose ist in den westlichen Industrienationen inzwischen zu einer Volkskrankheit geworden. An den Folgeerkrankungen der Arterienverkalkung sterben weltweit mehr Menschen als an Krebs oder Infektionskrankheiten. Da Arteriosklerose insbesondere bei älteren Menschen auftritt, befürchtet die WHO einen weiteren Anstieg. Schätzungen, die basierend auf der derzeitigen demografischen Entwicklung vorgenommen wurden, belaufen sich auf rund 23 Millionen Tote im Jahr 2030.
Die wichtigsten Risikofaktoren für Arteriosklerose sind Bluthochdruck, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Rauchen und schlechte Blutfettwerte, vor allem hohe LDL-Cholesterin-Werte. Eine Neigung zur Krankheit liegt bereits in den Erbanlagen. Mit dem Alter steigt das Risiko zusätzlich an. Tückischerweise verursacht die Gefäßverkalkung anfangs keine Beschwerden. So kann sie lange unbemerkt bleiben.
Die richtige Therapie und eine gesunde Lebensweise helfen, die Krankheit zu bremsen oder teilweise sogar rückgängig zu machen. Manchmal besteht die Möglichkeit, die Durchblutung mit einem Eingriff wieder zu verbessern. Ärzte dehnen dabei die Gefäßengstellen mit einem Ballonkatheter auf und stabilisieren sie mit einer winzigen Gefäßstütze in Form eines Gittergeflechts, einem Stent. Die Technik kommt unter anderem am Herz (als Herzkatheter) und an den Hirnschlagadern zum Einsatz.
Jeder kann auch selbst etwas tun, um seine Blutgefäße jung und gesund zu halten: ausgewogen essen, zum Beispiel nach den Prinzipen der Mittelmeerküche – reichlich Obst und Gemüse, wenig tierische Fette.
Außerdem wichtig: viel bewegen, auf Zigaretten verzichten, Übergewicht und Stress abbauen, Blutdruck, Blutzucker und Blutfette regelmäßig kontrollieren und sich bei schlechten Werten behandeln lassen.


