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Sonnenschutz für Kinder: Auf den Stoff kommt es an

Sonne stresst. Unter den Strahlen leidet die Haut – vor allem die der Kinder. Ein Lichtblick scheinen da besondere UV-Textilien. Deren Hersteller versprechen perfekten Schutz. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps für den richtigen Umgang mit T-Shirt und Schutzfaktor - und warnt: „Die speziellen Textilien, die das UV-Licht filtern, sind keineswegs ein Allheilmittel.“ Außerdem: Auch herkömmliche Kleidung kann ausreichen, sofern Gewebe und Farben stimmen. 

Für sehr junge Haut tabu


Im Sonnenlicht sind insbesondere Kinder gefährdet. Denn deren Haut kann sich selbst längst noch nicht so gut schützen wie die der Erwachsenen. Grundsätzlich gilt: Erst ab dem zweiten Lebensjahr sollten Kleinkinder überhaupt in die Sonne: aber nur sehr kurz, keineswegs zur Mittagszeit – und vor allem in optimale Kleidung gehüllt. 


Jede Kleidung schützt


Jedes Hemd, jede Hose wirkt als Sonnenschutz. Wie stark – das hängt von der Webdichte und den Farben ab: je enger die Fäden, je kräftiger die Farben desto besser der Schutz. Deshalb sind für Kinder im Sommer zum Beispiel leichte, transparente Gewebe aus Baumwolle oder Viscose ungeeignet. Sie lassen zu viele schädliche Strahlen durch. Deutlich besser blockt Bekleidung aus Polyester und Polyester-Mischstoffen UV-Strahlen ab. Auf die Kombination von dichten Geweben und satten Farben setzen auch die meisten Hersteller der speziellen UV-Bekleidung. Bei diesen geprüften Textilien erfahren die Kunden, wie viele der gefährlichen Strahlen abgehalten werden. Doch für den Nachwuchs braucht´s noch mehr: Gut beraten ist, wer die Kids unter der Kleidung zusätzlich eincremt und dazu ein Mittel mit hohem Lichtschutzfaktor wählt. 

 

Unterschiedliche Standards


Die Preisspanne für zertifizierte Kleidung ist sehr groß. So kann ein Kinder-T-Shirt mit speziellem UV-Schutz 10 Euro, aber auch 40 Euro kosten. Wichtig: Der Preis sagt nichts aus über die Qualität des Schutzes. Dabei kommt es allein auf das Prüfverfahren an. Die härtesten Kriterien müssen Textilien bei den Checks nach „UV-Standard 801“ erfüllen. Denn der simuliert Alltag: Ein T-Shirt wird nass gemacht, gedehnt und mehrmals gewaschen. Was hiernach noch richtig vor der Sonne schützt, wird mit dem Lichtschutzfaktor nach „UV-Standard 801“ ausgezeichnet. Anders bei Textilien mit dem Siegel nach „australisch-neuseeländischem Standard“ (AS/NZW 4399: 1996). Diese häufig angebotene Bekleidung durchläuft den UV-Check nur fabrikneu. Es fehlt der Nachweis, wie gut sie auch nass und gedehnt schützt. 

Der entscheidende Faktor


Vergleichbar mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) von Sonnenschutzmitteln gibt es auch einen „Lichtschutzfaktor für Textilien“. Nach dem englischen „Ultraviolet Protection Factor“ wird er als UPF-Wert angegeben. Wie beim LSF gilt: UPF mal so genannter Eigenschutzzeit ergibt die maximale Aufenthaltsdauer in der Sonne. Kinder haben lediglich eine Eigenschutzzeit von unter 10 Minuten. Mehr als die Werte zählt die Aufmerksamkeit der Eltern. Denn eine Kinderkappe zum Beispiel kann einen hohen UPF-Wert haben – auch wenn sie ohne Schirm und Nackenschutz daherkommt. Deshalb ist der entscheidende Faktor, beim Nachwuchs stets darauf zu achten, dass so viel Haut wie möglich bedeckt wird und alle freien Stellen hinreichend mit Cremes und Lotionen geschützt werden.


Quelle: Verbraucherzentrale NRW


Zum kompletten Artikel: 
www.vz-nrw.de/UNIQ127731454217209/link748971A.html

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