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  • November 2009

Winterzeit ist Grippezeit – Jetzt impfen lassen!

Winterzeit ist Grippezeit. Wer sich vor der jährlichen Grippewelle sicher schützen will, sollte sich rechtzeitig impfen lassen. Optimal für die Impfung ist der frühe Herbst. Der Impfstoff ist gut verträglich und wird in allen hausärztlichen Praxen verabreicht. Kosten entstehen für Kassenpatienten nicht, da alle Krankenkassen die Impfkosten übernehmen.

Warum sollte man sich früh impfen lassen?

Erstens dauert es nach der Impfung zwei bis drei Wochen, bis sich ein Schutz aufbaut. Zweitens kommen in der kalten Jahreszeit viele Patienten schon mit Erkältungen in die Praxis, was manchmal eine Grippeimpfung ausschließt.

Wie gefährlich ist die Grippe?

Wichtig zu wissen: Erkältung (grippaler Infekt) und Grippe (Influenza) sind zwei völlig unterschiedliche Infektionen. Zwar sind in beiden Fällen Viren die Krankheitserreger, doch verläuft eine Infektion mit Grippeviren deutlich schwerer als ein banaler grippaler Infekt. Beobachten Sie daher bewusst Ihre Beschwerden: Treten Gliederschmerzen, Entzündung der Atemwege, Fieber, Kopfschmerzen, evtl. Bauchschmerzen und Durchfälle sehr schnell und ungewöhnlich stark auf? Fühlen Sie sich sehr krank und sind kaum in der Lage, aus dem Bett aufzustehen? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie einen Grippevirus erwischt haben.

Wer sollte sich impfen lassen?

Grippe ist die Infektionskrankheit, an der in Deutschland die meisten Menschen sterben. Besonders betroffen von schweren Verläufen und Todesfällen sind ältere Menschen sowie Personen, die wegen einer bereits bestehenden Grunderkrankung in ihrer Widerstandsfähigkeit geschwächt sind.

Daher ist eine rechtzeitige Grippeschutzimpfung für folgende Personen empfohlen:

  1. Alle Personen über 60 Jahre (die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nimmt mit dem Lebensalter ab).
  2. Menschen mit chronischen Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Lungenleiden wie Asthma oder Bronchitis, chronischen Nierenleiden, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus: Diese Erkrankungen schränken die Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit des Körpers und des Immunsystems stark ein.
  3. Menschen mit geschwächtem Immunsystem, beispielsweise nach Organtransplantationen oder bei bestimmten Krebsleiden

Die Impfempfehlung erstreckt sich zudem auf diejenigen, die mit vielen Menschen in Kontakt kommen und damit einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind, also etwa Ärzte, Praxispersonal, Schwestern, Pfleger sowie Lehrer, Busfahrer und Kaufhauspersonal.

Älteren Menschen und Personen mit chronischen Grunderkrankungen wird zur gleichzeitigen Impfung gegen Pneumokokken geraten, den Erregern der Lungenentzündung. Anders als die Grippe-Impfung muss die Pneumokokken-Impfung aber nur alle sechs Jahre durchgeführt werden. Die anfallenden Kosten für beide Impfungen werden von den Krankenkassen übernommen.

Ist die Impfung auch für Kinder und Schwangere geeignet?

Kinder können bereits ab dem sechsten Lebensmonat gegen Grippe geimpft werden, es gibt jedoch Einschränkungen: Erstens ist auch bei den Kleinen nicht jede Erkältung eine ernste Grippe. Zweitens werden Kleinkinder bereits gegen so viele Infektionskrankheiten geimpft, dass zur Standardimpfung gegen Grippe nicht geraten wird. Wichtig ist die Impfung jedoch für Kinder mit chronischen Grunderkrankungen.

Schwangere sollten sich mit ihrem Frauenarzt besprechen. Zur Impfung wird generell geraten, wenn weitere Grundleiden vorliegen. Auch der voraussichtliche Entbindungstermin und Krankenhausaufenthalt in der Grippesaison können für eine Schutzimpfung sprechen. Die Impfung erfolgt ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft.

 
 

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