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Tipps für Patienten

E-Zigarette – nicht ungefährlich

Mittwoch, 18.01.2012 18.01.2012 16:15

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Die E-Zigarette (elektrische/elektronische  Zigarette) soll eine rauchfreie Alternative zum herkömmlichen Rauchen sein und ein „gesünderes“ Rauchen ermöglichen. Ob die elektrische Zigarette tatsächlich gesundheitlich unbedenklich ist, muss jedoch erst noch festgestellt werden. Aktuelle Erkenntnisse weisen darauf hin, dass ein gesundheitliches Risiko nicht ausgeschlossen werden kann.
 

Wie unbedenklich ist die E-Zigarette? Die elektrische Zigarette ist ein batteriebetriebenes, röhrenförmiges Gerät, das meist etwas länger und schwerer ist als eine normale Zigarette. Sie besteht außerdem aus einer elektrischen Verdampfereinheit und einer Vorrichtung, die ein kleines Flüssigkeitsdepot aufnehmen kann. Dieses Depot der E-Zigarette enthält das sogenannte Liquid. In der Flüssigkeit finden sich das Nikotin und je nach Variante auch Aromastoffe – von fruchtig über schokoladig bis hin zu Tabakaroma.
 

Das nachfüllbare Liquid gibt es mit unterschiedlichen Nikotinkonzentrationen oder auch ohne Nikotin, sodass der Raucher mit der E-Zigarette selbst entscheiden kann, wie viel Nikotin er aufnehmen möchte. Die elektrische Zigarette und dazugehörige Liquids sind vor allem im Internet erhältlich.
 

Zieht der Raucher an der E-Zigarette, verdampft das Liquid und er kann es inhalieren. Sofern man nicht die nikotinfreie Depot-Variante wählt, nimmt man als Verbraucher dementsprechend wie beim Rauchen einer herkömmlichen Zigarette Nikotin auf.
 

Viele Anwender glauben, der Dampf der E-Zigarette enthalte außer dem Nikotin und möglichen Aromastoffen nur Wasserdampf. Die Liquids enthalten jedoch außerdem auch Ethanol, Glyzerin und Propylenglykol, die mit in den Dampf geraten.
 

Propylenglykol ist eine Substanz, die die Atemwege und auch die Augen reizen kann – der eingeatmete Dampf besteht bis zu 90 Prozent daraus. Inwieweit sich das regelmäßige Inhalieren von Propylenglykol möglicherweise schädlich auf die Gesundheit auswirkt, ist unbekannt. Unklar ist auch, ob der Dampf, den die elektrische Zigarette abgibt, unbedenklich für umstehende Menschen ist.
 

Eine US-amerikanische Behörde (Food and Drug Administration, FDA) stellte zudem fest, dass einige E-Zigaretten neben den bekannten Inhaltsstoffen auch krebserregende Nitrosamine enthielten. Inwieweit diese ein Gesundheitsrisiko darstellen, ist bislang nicht geklärt.
 

Als Mittel zur Raucherentwöhnung ist die elektronische Zigarette laut Experten eher ungeeignet, da mit dieser Methode die für einen Rauchstopp nötige Verhaltensänderung wahrscheinlich nicht zu erreichen ist.
 

Diskutiert wird auch, ob die elektrische Zigarette oder genauer gesagt die dazugehörigen Liquids durch ihre Nikotinmengen nicht unter das Arzneimittelgesetz fallen. In diesem Fall wäre für einen Verkauf eine arzneimittelrechtliche Prüfung und Zulassung erforderlich. Zu bedenken ist auch, dass durch die Beimischung von Aromen wie Erdbeere, Vanille oder Schokolade eine potenzieller Anreiz und dadurch eine Gesundheitsgefahr für Kinder und Jugendliche besteht.
 

Aufgrund der unklaren Datenlage hat Nordrhein-Westfalen Ende des Jahres 2011 den Verkauf von E-Zigaretten sowie der dazugehörigen nikotinhaltigen Liquids vorläufig untersagt.
 

Quelle: Onmeda


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