Schlaganfall – Jeder kann betroffen sein
Der Schlaganfall ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Er ist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn. Weil dabei die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe erhalten, sterben sie ab.
Das Schlaganfallrisiko steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an. Aber nicht nur alte Menschen sind betroffen, sondern jeder zweite Schlaganfallpatient ist noch im erwerbsfähigen Alter. Auch Jüngere können einen Schlaganfall erleiden. Männer sind ca. 30 Prozent häufiger betroffen als Frauen.
Der Schlaganfall, auch Gehirninfarkt oder Apoplex genannt, hat – je nachdem, welcher Hirnbereich betroffen ist – verschiedenste Ausfallerscheinungen zur Folge. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühl oder Kribbeln im Arm bis zu Lähmungen einer ganzen Körperhälfte. Oft treten auch Seh-, Sprach- oder Schluckstörungen auf. Hinzu kommen Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstseinsstörungen, Übelkeit oder Erbrechen. Äußerlich auffallend sind herabhängende Mundwinkel oder Augenlider.
Wenn eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, ist es wichtig, sofort einen Notarzt zu rufen, denn bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Je früher eine Behandlung einsetzt, desto besser lassen sich Spätfolgen verringern. Warnsignale können einen Schlaganfall ankündigen. Ein Arzt sollte deshalb schon bei Taubheitsgefühl in Arm, Bein oder Gesicht, bei Seh-, Sprech-, Schluck- oder Hörstörungen aufgesucht werden – auch dann, wenn diese Symptome nach einigen Minuten oder Stunden wieder verschwinden.
Gegen einen Schlaganfall lässt sich vorbeugen, insbesondere durch die Einschränkung der Risikofaktoren, die zu den häufigsten Ursachen gehören. Die Mediziner raten dringend, regelmäßig Blutdruck und Cholesterinspiegel kontrollieren zu lassen, auf cholesterinarme und gesunde Ernährung zu achten, Stress zu vermeiden, mit dem Rauchen aufzuhören, für ausreichende Bewegung zu sorgen, übermäßigen Alkoholkonsum zu vermeiden und Übergewicht zu reduzieren. Diabetiker sollten auf gute Einstellung ihres Blutzuckers bedacht sein. Bei Einnahme der Pille sollte nicht noch zusätzlich geraucht werden. Wer das Rauchen trotz der gesundheitlichen Gefahren nicht aufgeben könne oder wolle, sollte eine andere Methode der Empfängnisverhütung wählen.
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