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Zur Zeit kommen wieder Patienten mit verbrennungsartige Blasen auf der Haut in die Arztpraxen. Hierbei handelt es sich nicht etwa um Verbrennungen durch heißes Wasser, heißes  Fett oder Sonnenbrand; vielmehr hatten diese Personen – oft auch Kinder  - bei Gartenarbeiten bzw. beim Spielen auf einer hohen Wiese Kontakt mit einer Pflanze. Die bis zu 4 m hohe und maximal 2,5 m breite Pflanze ist auch bekannt als Herkulesstaude oder Herkuleskraut. Ihre großen weißen Doldenblüten, dienen zwar unseren Bienen als Nahrungsquelle, der giftige Pflanzensaft kann für den Menschen und auch für Hunde und Katzen, gefährlich werden.

Durch auffällig große, gezackte Blätter, ist der Riesen-Bärenklau gut zu erkennen. Seine Stängel sind hohl, ein wenig gefurcht und hat am unteren Ende rötliche Flecken. Er kann zudem einen Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen.

Der Wiesen-Bärenklau hingegen hat einen kantig gefurchten Stengel, ohne rote Färbung. Die Staudenpflanze bevorzugt feuchte Böden und wächst deshalb häufig an Gewässerufern und Waldrändern auf Lichtungen und am Wegesrand. 

Welcher Bärenklau ist giftig?

Sowohl der Wiesen-Bärenklau, als auch der Riesen-Bärenklau sind giftig.

Während die Symptome nach dem Kontakt mit dem kleineren Wiesen-Bärenklau eher harmlos sind, ist bei dem deutlich gefährlicherem Riesen-Bärenklau besondere Vorsicht geboten.

Was sind mögliche Symptome?

Ihr Pflanzensaft enthält sogenannte phototoxische Substanzen, die auf der Haut in Verbindung mit Sonnenlicht zu Entzündung der Haut mit Juckreiz, Rötung, Schwellungen, Ausschlag und Blasenbildung führen. Man spricht hierbei von einer Wiesengräserdermatitis, die durch ihre Symptome an Verbrennungen erinnert. Dies ist sehr schmerzhaft und hinterlässt auch nach der Heilung häufig Pigmentveränderungen auf der Haut.

Sollten Sie in Kontakt mit dem Riesen-Bärenklau oder ihrem giftigen Saft gekommen sein (Stängel, Blüten, Blätter, Samen), sollten Sie die betroffene Hautstelle zunächst bedecken, um sie vor Sonnenlicht zu schützen. Reinigen sie sie danach möglichst zeitnah, gründlich mit warmen Wasser und Seife. 

Es ist in jedem Fall ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dies gilt natürlich vor allem, wenn Kinder betroffen sind.

Das Ausrotten dieser Pflanze – wie es von vielen Gemeinden durchgeführt wird - ist schwierig, da erst nach 3 Jahren ein sicheres Ergebnis zu erwarten ist.

Diese Aufgabe sollte übrigens möglichst nach Sonnenuntergang bzw. in voller Schutzkleidung durchgeführt werden.