Zum Hauptinhalt springen

KREIS UNNA GEGEN HIRNINFARKT

Wussten Sie, dass im Kreis Unna bei nur 54% der betroffenen Patienten der Schlaganfall im richtigen Zeitfenster behandelt werden kann und somit jeder zweite Schlaganfallpatient so spät ins Krankenhaus kommt, dass eine effektive Behandlung gar nicht mehr möglich ist? Zudem erreichen nur 17% der Patienten über die Notrufnummer 112 das Krankenhaus! Das wollen wir ändern!

Schlaganfall erkennen

Der Schlaganfall lässt sich anhand einem oder mehrerer der folgenden Symptome erkennen:

Sehstörung
Sprach-, Sprachverständnis-störung
Lähmung, Taubheitsgefühl
Schwindel mit Gangunsicherheit
Starker Kopfschmerz

Weitere Informationen über Symptome und Risikofaktoren zum Schlaganfall von Ärzten aus dem Kreis Unna finden Sie in unseren Erklärvideos

270.000

Schlaganfälle in Deutschland / Jahr

60.000

Tote durch Schlaganfälle in Deutschland / Jahr

1.400

Schlaganfälle im Kreis Unna / Jahr

Das Projekt KUG-HIN

Der Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine bedrohliche Erkrankung, die häufig zu einer dauerhaften Behinderung führen und sogar tödlich ausgehen kann.

Bei frühzeitiger Behandlung auf speziellen Intensivstationen (Stroke Units) stehen heute effektive Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese sind allerdings nur in einem begrenzten Zeitfenster von 4,5 bis höchstens 6 Stunden nach Auftreten des Schlaganfalls wirksam.

Leider scheitert die Behandlung oft daran, dass der Schlaganfall nicht richtig erkannt wird und wertvolle Zeit verloren geht, was dazu führt, dass die notwendige Behandlung nicht erfolgen kann.

Die Partnerschaft

Um diesem Zustand entgegenzuwirken, hat sich im Kreis Unna ein in Deutschland einzigartiges Bündnis gebildet und ein Informationsangebot für Risikopatienten entwickelt. Dabei richten sich lokale Ärzte in eigens für das Projekt erstellten Videoclips direkt an Sie, sowohl als Risikopatient als auch als Angehöriger.

An diesem Projekt sind beteiligt: Das Gesundheitsnetz Unna, das Christliche Klinikum Unna, St. Marien Krankenhaus Lünen, der Landkreis Unna, die AOK NordWest, die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sowie die forschenden Pharmaunternehmen Pfizer und BMS, die PVS Westf.-Süd, der Hellweger Anzeiger und Wrobel und Kusber Medical Implementation.

Das Ziel

Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um Patienten und ihre Angehörigen zu den Hauptrisikofaktoren rund um das Thema Schlaganfall aufzuklären. Des Weiteren soll es ihnen helfen, die Symptome eines Schlaganfalls schnell zu erkennen und zu vermitteln, was in diesem Fall zu tun ist.

Das Projekt wird wissenschaftlich ausgewertet, um zu untersuchen, ob eine digitale Gesundheitsaufklärung zukunftsfähig ist und somit ein Modell für andere Indikationen sein kann.
Helfen Sie, dem Schlaganfall richtig zu begegnen, indem Sie in der Lage sind, einen Schlaganfall zu erkennen und richtig zu handeln.

Schlaganfallhelfer erfolgreich ausgebildet

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren hat das Netzwerk KUG-HIN (Kreis Unna Gegen HirnINfarkt) ehrenamtliche Schlaganfallhelfer:innen ausgebildet. Während der erste Kurs noch auf dem Höhepunkt der Pandemie unter besonders erschwerten Bedingungen stattfand, konnte die Fortbildung in diesem Herbst – natürlich unter den gebotenen Hygieneregeln - in Präsenz stattfinden. Zwei Frauen und zwei Männer stehen nun zusätzlich den Schlaganfallpatient:innen im Kreis zur Seite. Den Absolvent:innen wurden im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Lünen die Zertifikate überreicht, Dr. Iris Adelt, Chefärztin der Neurologie im St. Marien-Hospital Lünen, und Dr. Thomas Huth, Vorsitzender der Gesundheitsnetz Unna GmbH und Mitinitiator von KUG-HIN bedankten sich herzlich für das besondere Engagement.

Jeder Dritte Schlaganfallpatient kommt zu spät… Eine Bestandsaufnahme für den Kreis Unna und Appell von Prof. Katsarava, Chefarzt des Evangelischen Krankenhauses Unna

Videos

Im Folgenden finden Sie unsere Aufklärungsvideos zum Thema Schlaganfall. Zunächst beantwortet Dr. Simone Halve, Oberärztin im Evangelischen Krankenhaus Unna, die Frage: Was ist eigentlich ein Schlaganfall. Weiterhin beschäftigt sich Dr. Thomas Huth, Allgemeinmediziner aus Fröndenberg, mit den Risikofaktoren des Schlaganfalls und deren Vermeidung. Prof. Christian Perings, Chefarzt des St.-Marien-Hospital Lünen, fokussiert sich auf den Risikofaktor Bluthochdruck und den Zusammenhang mit dem Schlaganfall. Dr. Möller, Kardiologe aus dem katholischen Krankenhaus in Unna, klärt in seinen Videos über die Diagnose Vorhofflimmern auf. Dr. Iris Adelt, Chefärztin im Klinikum Lünen, verdeutlicht, dass jeder Schlaganfall ein Notfall ist. Die Sichtweise auf den Schlaganfall aus den Augen eines Patienten verdeutlicht der Betroffene Matthias Mocarski.
Dr. Simone Halve - Was ist ein Schlaganfall?
Dr. Simone Halve - Die Therapie des Schlaganfalls
Dr. Thomas Huth - Allgemeine Einführung
Dr. Thomas Huth - Risikofaktoren und deren Vermeidung
Dr. Möller - Vorhofflimmern (VHF) - Was ist das?
Dr. Möller - Die Diagnose VHF - Was nun?
Dr. Möller - Wie schütze ich mich vor VHF?
Dr. Möller - Die Diagnose VHF - Was nun?
Prof. Christian Perings - Der Risikofaktor Bluthochdruck
Prof. Christian Perings - Bluthochdruck selbst entgegenwirken
Prof. Christian Perings - Medikamentöse Therapie des Bluthochdrucks
Prof. Christian Perings - Appell von Prof. Perings
Dr. Iris Adelt - Jeder Schlaganfall ist ein Notfall
Patient Matthias Mocarski - Ein Schlaganfall aus der Sicht eines Betroffenen
Patient Matthias Mocarski - Rehabilitation, Der lange Weg zurück ins Leben
Patient Matthias Mocarski - Risikofaktoren und Lebensstilveränderungen
"Ich als Allgemeinmediziner mache mit, weil mein Vater mit akutem Schlaganfall zu spät in die Klinik kam." Wolfgang Eggers
"Ich als Kardiologe mache mit, weil mein Herz und Hirn eng miteinander verknüpft sind." Prof. Christian Perings
"Ich als Neurologe mache mit, weil ich will, dass in unserer Stadt und im ganzen Kreis Unna, alle Patienten mit akutem Schlaganfall die bestmögliche Behandlung erhalten." Prof. Zaza Katsarava
Statement von ......

    Links

    Flyer

    Neben den deutschen Flyern haben wir zur Verbesserung des Verständnisses unsere KUG-HIN Flyer auch auf Türkisch und Russisch übersetzt.